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Immobilien in Krefeld, 1734 Ergebnisse

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Stadt der Seide, Chemie und Metallverarbeitung
Die von Erzherzog Albrecht VII von Österreich (1559-1621, Regent der spanischen Niederlade) 1598 erklärte Neutralität war für die Entwicklung von Krefeld von entscheidender Bedeutung. Viele Religionsverfolgte, tüchtige Handwerker und Geschäftsleute, zog es in die Stadt, unter ihnen auch. 1656 Adolf von der Leyen, ein Mennonit aus Radevormwald, der die erste Seidenfabrik in Krefeld gründete. Friedrich II (1712-1786, Kurfürst von Brandenburg, ab 1740 König in und ab 1772 von Preußen) förderte die Monopolstellung der Seidenweberei, es entwickelte sich eine ausgeprägte Textilindustrie, Krefeld erhielt den Beinamen Samt- und Seidenstadt. Die reiche Ortschaft überstand Kriege und Räuberbanden, das heutige Stadtbild erhielt seien Grundlagen im 1840. Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) fügte der Stadt im östlichen Bereich großen Schaden zu, die Innenstadt viel zu großen Teilen einem Feuersturm zum Opfer, wobei erstaunlicherweise der Hauptbahnhof fast unbeschädigt blieb.

Krefeld besteht aus 19 Stadtteilen, wobei Benrad sich in Nord und Süd aufteilt. Nicht in sich geschlossen hat Nord große Wohnsiedlungen mit schön gestalteten Wohnanlagen, der mittlere Bereich gemischte Bebauung. Im Süd herrschen in Lindental Einfamilienhäuser vor, es gibt ein Geschäftszentrum und eine Sportanlage, in Gathershof stehen allerdings auch einige Hochhäuser, die das an sich hübsch Stadtbild aber nicht sonderlich beeinträchtigen.

Im begehrten, ruhigen Wohngebiet Kliedbruch nahe dem Stadtwald und den Bruchwiesen, sind überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, die in großen Teilen von dem Architekten Karl Buschhüter (1872-1956) entworfen wurden. Buschhüter gilt als Vorreiter des ökologischen Bauens, er bevorzugte dabei Fachwerkkonstruktionen und Ziegeltexturen mit steilen Krüppelwalmdächern und asymmetrischer Fensteranordnung. Inrath dagegen ist ein gewachsener Stadtteil, der sich aus durchaus hübschen Mietshäusern zusammensetzt.

Cracau stellt den Übergang vom Zentrum in die Vorortwohnviertel mit den eleganten, großen Villen dar, wenn auch der Stadtteil im Südosten durch die mehrgeschossigen Häuser teilweise noch starken Zentrumscharakter hat. Das Bismarckviertel gehört zu den besonderen Wohngebieten von Krefeld, die dort stehenden Stadtvillen im Jugendstil (um 1900) und aus der Gründerzeit (je nach Definition zwischen 1850 und 1914) sind wunderschön, auch die neueren Einfamilienhäuser haben durchaus ihren Reiz. In Südcracau hatte sich das Rotlichtmilieu ausgebreitet, die Stadt schloss bis auf ein Bordell allerdings 2010 alle Häuser, sodass auch diese Wohngegend wieder attraktiv geworden ist.

Der junger Stadtteil Gartenstand mit den vielen Grünflächen entstand nach dem Vorbild der Gartenstadtbewegung ab 1953. Er liegt auf dem alten Krefelder Flugplatz, zwischen Verberg, Elfrath, Bockum und Uerdingen. Die Mietpreise befinden sich auf mittlerem Niveau, der Bezirk ist nett, aber nicht unbedingt etwas Besonderes. Ganz anders Bockum, das mit der Wilhelmshof- und Hüttenallee mit die teuerste Wohngegend von Krefeld hat. Die stattlichen Villen der wohlhabenden Bürger stehen in großen Gärten mit altem Baumbestand, die angrenzenden Gebiete mit den Einfamilienhäusern sind auch nicht unbedingt als billig zu bezeichnen. Ruhig und dennoch zentral gelegen ist Bockum mit seinen vielen Freizeitangeboten ein Ortsteil, der das Prädikat exklusiv durchaus rechtfertig. Auch Forstwald gehört zu den besonderen Adressen, in dem alten, früher schon sehr noblen Ortsteil lebt auch heute noch gerne die Oberschicht.

In Linn fühlen sich Romantiker besonders wohl, der gesamte Ortsteil hat die beiden großen Kriege des vergangenen Jahrhunderts unbeschadet überstanden und steht fast komplett unter Denkmalschutz. Die historischen Gebäude in den winkeligen Gassen wirken wie eine Filmkulisse, der Charme der Vergangenheit ist das Kennzeichen dieses sehr schönen Stadtteils mit seiner alten Burg, wobei der Linner Hafen das Bild sehr gut ergänzt.
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